NEIN zur Kündigungsinitiative - Gute Jobs und Löhne verteidigen

Gute Jobs und Löhne verteidigen.

Nein zum Angriff auf erprobte Regeln und starken Schutz für die Arbeitnehmenden.

Einigen wenigen in der Schweiz wäre es wohl angenehm, wenn die vor 20 Jahren eingeführten Spielregeln abgeschafft würden. Sie wollen zurück zu einem System, in dem Arbeitskräfte aus dem Ausland unter prekären Bedingungen beschäftigt, behandelt und ausgebeutet werden können. Und damit auch Druck auf einheimische Arbeitskräfte und den gesamten Arbeitsmarkt gemacht wird. Dazu sagen wir klar NEIN am 17. Mai.

Löhne schützen

Nein zur Abschaffung der Arbeitsmarktregeln

Schweizer Löhne für Arbeit in der Schweiz – unabhängig von der Herkunft des Unternehmens und der Arbeitnehmenden: Dieses Prinzip muss mit wirksamen Kontrollinstrumenten in der Praxis durchgesetzt werden. Darum lassen wir uns die «flankierenden Maßnahmen» nicht wegnehmen.

Die Schweiz hat heute das wirksamste Lohnschutzsystem Europas. Es muss laufend gestärkt und den Entwicklungen auf Arbeitsmarkt angepasst werden. Seine von der Kündigungsinitiative angestrebte Abschaffung hätte verheerende Folgen für die Arbeitnehmenden.


Missbräuche bekämpfen und sanktionieren

Die bewährten Kontrollmechanismen nicht aufs Spiel setzen

Jedes Jahr werden die Löhne und Arbeitsbedingungen in 40'000 in der Schweiz tätigen Unternehmen kontrolliert. Diese Kontrollen der Kantone und Sozialpartner sorgen in 5.000 Missbrauchsfällen dafür, dass geschuldete Löhne nachbezahlt werden. Die Kündigungsinitiative entzieht diesen Kotrollen die Grundlage und schadet darum allen Arbeitnehmenden in unserem Land. 


Gesamtarbeitsverträge stärken

Nein zur Schwächung der Sozialpartnerschaft!

Gesamtarbeitsverträge sind kollektive Arbeitnehmerrechte. Sie schreiben Mindestlöhne und Mindestarbeitsbedingungen fest. Sie garantieren mehr Lohn, mehr Ferien, geregelte Arbeitszeiten und viele weitere Rechte für die Arbeitnehmenden. Dank der Flam haben wir Gewerkschaften GAV und verbindliche Mindestlöhne auch in Branchen und Berufen durchgesetzt, in denen bisher tiefe Löhne und prekäre Arbeitsbedingungen herrschten – in der Reinigung, in der Sicherheitsbranche, bei den temporär Beschäftigten.  Heute profitiert jeder zweite Arbeitnehmende in der Schweiz von einen Gesamtarbeitsvertrag. Die Annahme der Kündigungsinitaitive würde darum die Löhne und Arbeitsbedingungen von Hunderttausenden von Menschen verschlechtern.


Stabilität statt Prekarität

Nein zur Wiedereinführung von Quoten und zum Saisonnierstatus

Wir wollen keine «Kontingente» und keine neuen Diskriminierungen auf dem Arbeitsmarkt. Die «Saisonniers» früher hatten kaum Rechte. Sie konnten weder den Arbeitgeber noch den Wohnort wechseln und wurden von ihren Familien getrennt. Das war nicht nur würdelos, sondern es führte auch zu einer extremen Ausbeutung ihrer Arbeitskraft, da sie keine Möglichkeit hatten, sich zu wehren. Die Folgen waren Schwarzarbeit und Lohndruck auf dem ganzen Arbeitsmarkt. Die Kündigungsinitiative will dahin zurück – auf Kosten aller Arbeitnehmenden in der Schweiz.


Geregelte Beziehungen zu Europa

Nein zur Abschaffung der bilateralen Abkommen

Die Schweiz liegt im Herzen Europas. Sie ist auf enge und verlässliche Beziehungen zu ihren Nachbarn angewiesen. Die bilateralen Abkommen mit der EU sorgen dafür. Dabei geht es nicht nur um den Zugang zu den Exportmärkten einheimischer Industrieunternehmen und Dienstleistungsanbieter und damit um unzählige Arbeitsplätze. Dank ihnen ist auch eine enge Zusammenarbeit bei Bildungs-, Kultur- und Forschungsprogrammen möglich.

Verboten und versteckt - Saisonnierkinder erzählen

Der Film zum Thema

Bis 2002 arbeiteten Hunderttausende Saisonniers in der Schweiz. Die Familie durfte nicht mit. Viele hielten die Trennung nicht aus. Tausende "Schrank-Kinder" aus Italien, Spanien, Portugal und Ex-Jugoslawien wuchsen hier im Versteckten auf. Dieser Film verleiht ihnen eine Stimme.

 

Die Broschüre zum Thema

Der SGB hat Fakten zum alten Kontingentsystem zusammengestellt.
  Download der Broschüre «Unmenschlich und wirkungslos»

Flagge zeigen: jetzt gratis Sticker bestellen

Stickerbestellung

Sticker
Adresse
Top